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30 Tage leben, als wäre Gott real: US-Influencer findet zurück zu Jesus

Redaktion3 Min. Lesezeit

Zehn Jahre lang bezeichnete sich Brian Guan als Atheist. Dann startete der US-Influencer ein ungewöhnliches Experiment: 30 Tage wollte er leben, als wäre Gott real – beten, Bibel lesen, in die Kirche gehen und nach den Lehren Jesu handeln. Doch noch bevor die 30 Tage vorbei waren, änderte sich etwas. An Tag 20 erklärte Guan öffentlich: Er wolle nicht länger nur so tun.

Bildunterschrift: Brian Guan dokumentiert auf Instagram seinen ungewöhnlichen Weg vom erklärten Atheisten zurück zum christlichen Glauben. Foto: [Bildquelle: Screenshot]

Brian Guan wuchs nach eigenen Angaben christlich auf. Während seiner Collegezeit wandte er sich jedoch von der Kirche ab und lebte anschließend rund zehn Jahre als Atheist. Beruflich gründete er ein Unternehmen und verdiente Geld – doch die erhoffte Erfüllung habe ihm das nicht gebracht.

Auf seiner Website „Faithless Christianity“ beschreibt Guan diese Zeit rückblickend mit deutlichen Worten. Der Atheismus habe sich für ihn nicht wie Freiheit angefühlt, sondern zunehmend leer. Schließlich begann er, sich wieder mit Jesus auseinanderzusetzen.

Erst handeln, dann glauben?

Sein Ansatz war ungewöhnlich. Guan wollte nicht darauf warten, dass er plötzlich von allen christlichen Glaubensaussagen überzeugt wäre. Stattdessen wollte er zunächst so leben, als wäre Gott real.

Er betete, las die Evangelien, besuchte Gottesdienste und versuchte, die Lehren Jesu praktisch umzusetzen. Sein Projekt gab er den Namen „Faithless Christianity“ – sinngemäß ein Christentum, das mit der Praxis beginnt, noch bevor der Glaube vollständig vorhanden ist.

Auf seiner Website fasst Guan die Idee so zusammen: Menschen könnten beten, bevor es sich für sie real anfühlt, die Evangelien lesen, bevor sie überzeugt sind, und nach dem Vorbild Jesu handeln und anschließend beobachten, was dadurch in ihrem Leben geschieht.

Guan dokumentierte dieses Experiment öffentlich auf Instagram. Aus dem persönlichen Versuch wurde damit zugleich ein Social-Media-Projekt, das inzwischen ein großes Publikum erreicht.

Ein weiterer Originalbeitrag aus seiner Instagram-Serie ist hier zu sehen:
Instagram-Reel von Brian Guan

„I am done pretending“

Dann kam der Wendepunkt.

An Tag 20 seiner öffentlich dokumentierten Serie schrieb Guan: „I am done pretending“ – „Ich bin fertig damit, nur so zu tun“. Auch andere Dokumentationen seiner Serie halten diesen Moment als den Übergang von seinem Experiment zu einem persönlichen Glaubensbekenntnis fest.

Am folgenden Tag wurde die Veränderung noch deutlicher.

Guan veröffentlichte Tag 21 am 20. August 2026. In dem Video macht er klar, dass er nun nicht mehr lediglich so tut, als sei Gott real.

Brian Guan: Tag 21 auf Instagram

Auch die Bezeichnung seiner folgenden Beiträge veränderte sich. Wo zuvor vom „pretending God is real“ die Rede gewesen war, schrieb Guan anschließend vom „believing God is real“ – vom Glauben daran, dass Gott real ist. Für Tag 22 ist sogar dokumentiert, dass das Wort „pretending“ durchgestrichen und durch „believing“ ersetzt wurde.

Vom Atheisten zu Jesus

Guans Geschichte ist allerdings komplexer als eine plötzliche Bekehrung innerhalb weniger Minuten.

Auf seiner eigenen Website schreibt er mittlerweile ausdrücklich: „So I came back to Jesus.“ Gleichzeitig verschweigt er seine weiterhin bestehenden Fragen nicht. Er ringe noch damit, wie er die Wirklichkeit Gottes genau verstehen solle. Nicht mehr infrage stehe für ihn jedoch, dass der Glaube sein Leben verändert habe: Er beschreibt mehr Frieden, weniger Einsamkeit, mehr Dankbarkeit und ein neues Gefühl von Sinn und Aufgabe.

Auch auf LinkedIn spricht Guan inzwischen sehr deutlich über Jesus. Dort schreibt er, dass er lange ohne Ziel und Richtung gewesen sei und nun durch Jesus Christus seine Berufung gefunden habe. Sein Projekt „Faithless Christianity“ wolle er weiterentwickeln.

Damit ist aus einem zeitlich begrenzten Experiment offenbar etwas Größeres geworden.

Ein Experiment mit einer unerwarteten Antwort

Guan begann mit einer Frage, die für viele Skeptiker ungewöhnlich sein dürfte: Was passiert, wenn man nicht zuerst versucht, sämtliche Glaubensfragen intellektuell zu lösen, sondern anfängt zu beten, die Bibel zu lesen und Jesu Worte praktisch ernst zu nehmen?

Seine Antwort nach wenigen Wochen fiel anders aus, als es die Bezeichnung „Faithless Christianity“ zunächst erwarten ließ.

Er wollte nicht länger nur so tun.

Aus „pretending God is real“ wurde „believing God is real“.

Und aus dem Experiment eines Mannes, der rund zehn Jahre als Atheist gelebt hatte, wurde öffentlich die Geschichte eines Menschen, der sagt, dass er zu Jesus zurückgefunden hat.

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