Mann und Frau sein

Helferinnen, Mütter, Lehrerinnen

Kristin Couch6 Min. LesezeitQuelle: Desiring God

Auf einen Blick

Wie können Frauen in der Gemeinde Christi dienen – und zwar auf eine Weise, die Gott ehrt und ihnen selbst Freude bringt? Dieser Artikel zeigt, dass die Möglichkeiten reichhaltig sind: als Helferinnen, geistliche Mütter und Lehrerinnen.

Als Frauen in Christus hat Gott uns vielfältige Möglichkeiten gegeben, zu seiner Ehre zu dienen. Aber wie Eva im Garten können wir uns manchmal auf das fixieren, was Gott verboten hat. Allmählich verliert der Garten seinen Glanz, und die Güte und Schönheit von Gottes Entwurf treten in unseren Augen in den Hintergrund. Und noch immer wiederholt Satan seine alte Frage: „Hat Gott wirklich gesagt …?“

Was wäre, wenn wir Satans verführerisches Lied gegen diese heilige Hymne eintauschten: „Wie kann ich Gott so dienen, dass es ihm gefällt – und meine eigene Freude dabei wächst?“

Selbst in einer Zeit, in der Unzufriedenheit oft gefeiert und stille Auflehnung zur Normalität geworden ist, können christliche Frauen in Gottes Plan aufblühen. Wenn wir unserer Gemeinde mit einem Herz dienen, das auf biblische Treue ausgerichtet ist, wird Gott Ehre empfangen – und die Braut Christi wird erstrahlen.

Wie Oswald Chambers sagte: „Gewöhne dir an zu sagen: ‚Rede, Herr‘, und das Leben wird zu einem Abenteuer.“

Gott spricht durch die Bibel. Eine Frau mit demütigem Herz, die betet „Rede, Herr“, wird leben, um Gottes Plan in die Tat umzusetzen. Nicht länger verstrickt in weltliche Begierden, ist sie frei, aufzustehen und Gutes in ihrer Gemeinde zu tun.

Das Abenteuer? Den herrlichen, lebenslangen Tanz zu genießen, Christus zu dienen und seine Gemeinde zu stärken – als Helferin, geistliche Mutter und Lehrerin.

Helferinnen für einen reichen Dienst

Als Gott, der Töpfer, Eva aus Adams Seite formte, schuf er ein kostbares und unverzichtbares Geschenk für den Mann: „eine Gehilfin, die ihm entspricht“ ().

Das hebräische Wort für „entspricht“ – kenegdo – bedeutet wörtlich „nach seinem Gegenüber“. Mann und Frau sind von Gott gleichermaßen geliebt als seine Ebenbilder, doch Gott hat uns mit unterschiedlichen, aufeinander angewiesenen Berufungen geschaffen. Wir sind ineinandergreifende Puzzleteile, die zusammen ein einzigartiges Bild ergeben, das Christus ehrt.

Welch heiliges Vorrecht, eine Frau zu sein – geschaffen, das Bild Gottes zu tragen, der unser größter Helfer ist (). Das Wort „Helferin“ gilt zunächst und vor allem für Ehefrauen, aber diese Berufung gibt uns auch einen Hinweis darauf, wie Gott Frauen für den Dienst in der Gemeinde geschaffen hat. Unabhängig von unserem Alter oder unserem Familienstand sind wir von Gott berufen, der Gemeinde zur Seite zu stehen und sie unter der Aufsicht der Ältesten zu unterstützen.

„Die Möglichkeiten zum Dienst sind wie die Früchte im Garten Eden: reichlich, reif und dazu da, dass wir uns daran erfreuen.“

Die Möglichkeiten zum Dienst sind wie die Früchte im Garten Eden: reichlich, reif und dazu da, dass wir uns daran erfreuen. Statt Zeit damit zu verschwenden, nach dem Ast zu greifen, der Männern vorbehalten ist (), lasst uns die Früchte pflücken, die uns zustehen – und unseren Herrn in den vielen Bereichen dienen, die er uns zugewiesen hat: Frauenarbeit, Gastfreundschaft, Küchendienst, Verwaltung, Gebäudepflege, Kleinkindbetreuung, Kinderarbeit, Gebetsdienst, Gemeindearbeit, Musik, Mission und vieles mehr.

Geistliche Mütter für viele

Biblische Weiblichkeit bringt einen fürsorglich-mütterlichen Dienst hervor, der von Mitgefühl geprägt ist. Als Frauen sind wir dazu berufen, Menschen Leben und Hoffnung einzuhauchen. So wie eine Mutter ihren Kindern mit Zärtlichkeit begegnet, haben wir die Möglichkeit, in unseren Ortsgemeinden fürsorgliches Mitgefühl zu zeigen.

Solche Sanftheit strahlt Wärme aus: eine Hand auf einer gesenkten Schulter, ein herzlicher Empfang, der den Gemeindesaal erfüllt, Worte voll mitfühlender Weisheit, Zärtlichkeit und Gebet in Zeiten des Leidens und der Verwirrung. In unsere geheiligten XX-Chromosomen ist eine Sensibilität für die Vernachlässigten, die Verletzten und die Ausgegrenzten eingeschrieben – ein Anknüpfungspunkt, um die gute Nachricht unseres Erlösers weiterzugeben.

Eine geistliche Mutter lässt sich gern und dankbar von den Ältesten ihrer Gemeinde leiten. Statt ihre eigene Agenda durchzusetzen, dient sie freudig an der Seite anderer und stärkt Gottes Volk durch liebende Güte. Geistliche Mutterschaft sagt:

  • „Ich sehe dich. Ich bete für dich.“
  • „Du bist nicht allein.“
  • „Lass mich dir zeigen, wie Gottes Wege in seinem Wort sichtbar werden.“

In ermahnt Paulus ältere Frauen, jüngere zu unterweisen – sie anzuleiten, Gott als Ehefrauen, Mütter und Hüterinnen ihrer Haushalte zu ehren, damit die Schrift nicht in Verruf gebracht wird. Dieselbe Stelle legt nahe, dass jüngere Frauen Weisheit darin zeigen, Unterweisung mit einem Geist der Demut anzunehmen.

Diese Art der Schulung formt Frauen mit gottesfürchtigem Charakter und bringt eine lebendige Gemeinde hervor. Reife Frauen des Glaubens sind Gottes erwählte Werkzeuge, um Frauen mit geistlicher Tiefe zu formen, die ihrerseits Gottes Reich hier auf Erden stärken. Durch ihr Vorbild und ihre Fürsorge sind geistliche Mütter für das Herz der Gemeinde unverzichtbar.

Lehrerinnen des aufrichtigen Glaubens

Gott hat manchen Frauen die Fähigkeit gegeben, die Bibel zu lehren. Die weise Frau, die unterweisen kann, wird Gottes Wort ehrfürchtig begegnen und an der göttlichen, unveränderlichen Schöpfungsordnung festhalten – indem sie ihre Gabe im Dienst an Kindern und anderen Frauen in der Gemeinde einsetzt ().

Welche Freude und welch hohe Berufung, Samenkörner der Wahrheit in junge Herzen zu pflanzen. Jene geduldigen, freundlichen Worte, unverstellt gesprochen, mit Respekt und Echtheit, eingebettet in Liebe, werden Frucht tragen für die Ewigkeit.

Viele christliche Missionare, Pastoren, Theologen, Lehrer, Hausmütter, Handwerker und Unternehmer sprechen voller Wertschätzung von ihren Sonntagsschullehrerinnen aus der Kindheit und führen ihren lebendigen Glauben auf die Frauen zurück, die ihnen vor langer Zeit jeden Sonntagmorgen die Bibel lehrten. Ähnlich verhält es sich bei dem Apostel Paulus: Als er Timotheus für seinen aufrichtigen Glauben lobte, schrieb er es dessen Mutter und Großmutter zu, dem jungen Schüler die Wahrheit einzupflanzen ().

Auch die Möglichkeit, Frauen gesunde Lehre zu vermitteln, ist Gnade und Vorrecht. Durch Bibelstunden, Konferenzen oder Freizeiten arbeiten lehrende Frauen für den Missionsbefehl. Gottes Wort kehrt nicht leer zurück (). Wie schön ist der generationenübergreifende Welleneffekt, wenn andere Frauen dazu angeleitet werden, Gott und sein Wort zu schätzen!

Säulen der Schönheit und Stärke

Zu den lieblichsten Worten der Schrift gehören die Worte Marias, der Mutter Jesu. Als Gabriel erscheint und verkündet, dass sie als unverheiratete Jungfrau von Gott begünstigt ist, Jesus zu empfangen und zu gebären, hätte Maria widersprechen können. Ihre Antwort? „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du gesagt hast“ – eine Herzenshaltung, die demütig und stark, sanft und beständig ist ().

Wenn Gott deine und meine Seele durchforscht – wird er dort einen Geist des Widerspruchs finden, der versucht ist, sein Wort zu umgehen und den eigenen Wünschen zu folgen? Oder wird er den schönen Geist einer völlig Hingegebenen finden – „mir geschehe, wie du gesagt hast“ –, die sich dem unterwirft, was in seinen Augen gut, wahr und schön ist?

Lasst uns in Marias Fußstapfen treten als „Ecksäulen, geformt wie ein Palastbau“ () – geschmückt mit Schönheit und Stärke, würdig für Gottes Palast. Lasst uns daran arbeiten, die Braut Christi zu festigen, statt zu verschwenden, was Gott uns gegeben hat. Lasst uns gut führen, in aller Demut, als Dienerinnen, die bereit sind, ihr Leben hinzugeben, so wie Jesus es tat. Wir sind keine Männer, sondern Frauen – berufen, aufzustehen und der Gemeinde mit zärtlichen Herzen und starken, ausgestreckten Händen zu dienen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Desiring God. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung. Mehr von Desiring God.

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