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„Real Life Guys“ wollen 100 Little Homes für Obdachlose bauen

Redaktion2 Min. Lesezeit

Die YouTuber von „The Real Life Guys“ wollen gemeinsam mit Little Home e.V. 100 kleine Schutzunterkünfte für obdachlose Menschen bauen. Das Projekt soll beim Macher-Festival 2026 umgesetzt werden. Vorausgegangen ist ein Selbstversuch in Köln: Zehn Tage lang lebten die YouTuber probeweise auf der Straße, um besser zu verstehen, wie sich Obdachlosigkeit anfühlt und welche Hilfe Betroffene tatsächlich brauchen.

In dem Video schildern die Beteiligten, wie sie ohne Geld, Schlafsack oder Isomatte in Köln unterwegs sind. Sie sammeln Pfandflaschen, suchen nach Essen, sprechen mit wohnungslosen Menschen und besuchen Bewohner sogenannter „Little Homes“. Dabei wird deutlich, wie viel Zeit und Kraft schon einfache Dinge wie Essen, ein sicherer Schlafplatz oder Schutz vor Regen kosten.

Die Idee für die Bauaktion entstand nach Angaben im Video durch den Kontakt zu Little Home e.V. Der Verein baut kleine mobile Unterkünfte für Menschen ohne Wohnung. Im Gespräch erklärt Vereinsgründer Sven Lüdecke, dass Little Homes keine dauerhafte Lösung ersetzen sollen. Sie sollen Betroffenen aber einen geschützten Rückzugsort geben und dabei helfen, wieder Tagesstruktur, Sicherheit und Verantwortung für das eigene Leben aufzubauen.

Geplant ist nun eine große Bauaktion beim Macher-Festival 2026. Dort sollen nach Angaben von Little Home e.V. innerhalb von vier Tagen insgesamt 100 Little Homes entstehen – 90 Häuser des Typs 1 und 10 Little Homes 2.0 mit TÜV-Zulassung. Die Unterkünfte sollen anschließend an Menschen auf der Straße weitergegeben werden.

Im Video wird auch über die Kosten gesprochen. Demnach liegen die Materialkosten für ein Little Home bei rund 2.800 Euro. Deshalb rufen die Real Life Guys und Little Home e.V. zu Spenden auf. Auf Betterplace läuft dafür ein eigenes Projekt unter dem Titel „Macher Festival 2026 x 100 Little Homes“.

Das Video zeigt zugleich, dass Obdachlosigkeit oft komplexere Ursachen hat, als viele annehmen. Betroffene berichten von Jobverlust, familiären Krisen, Sucht, Gewalt, Angst und bürokratischen Hürden. Mehrfach wird deutlich: Der Weg zurück in eine Wohnung ist für viele Menschen lang und schwierig.

Die geplanten Little Homes sollen diese Probleme nicht allein lösen. Sie können aber kurzfristig Schutz, Sicherheit und Würde geben – und damit ein erster Schritt aus der Straße sein.

Die „Real Life Guys“ sind ein deutsches YouTube-Team um Johannes Mickenbecker. Bekannt wurde der Kanal durch spektakuläre Selbstbau- und Abenteuerprojekte, darunter fliegende Badewannen, U-Boote und Survival-Experimente. Gegründet wurde der Kanal 2016 von den Zwillingsbrüdern Johannes und Philipp Mickenbecker. Philipp Mickenbecker starb 2021 an Krebs; seitdem führt Johannes die Projekte mit dem Team weiter. Philipps christlicher Glaube und seine Krankheitsgeschichte wurden öffentlich stark thematisiert, unter anderem in der Dokumentation Philipp Mickenbecker – Real Life.

Quelle: Little Home e.V. beschreibt die Challenge „100 Little Homes in vier Tagen“ für das Macher-Festival 2026; Betterplace führt das Spendenprojekt dazu; IDEA berichtet ebenfalls über die Ankündigung der Real Life Guys.

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